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Keine Angst vor Lampenfieber




Als Redner sollten Sie Herzklopfen akzeptieren.
Lampenfieber steigert die Konzentration und schützt so vor Nachlässigkeit.

Rolle wechseln.
Wer vor der Debatte in die Rolle seiner Diskussionspartner schlüpft, hat im Ernstfall alle Konter parat. Das ist starke Rhetorik.

Den Kopf programmieren.
Geübte Redner denken nicht “Das schaffe ich nie”, sondern “Ich bin gut vorbereitet” oder “Die Zuhörer freuen sich auf die Präsentation”.

Langsam herantasten.
In Konferenzen vor dem Auftritt die Stimme testen, beispielsweise mit einer Frage an Kollegen.

Sicherheit vortäuschen, sichere Körpersprache.
Aufrechte Haltung, Blickkontakt zum Publikum und freundliche Mimik vermitteln den Eindruck von Sicherheit und geben dem Redner Aufwind.

Blackout simulieren.
Vorab notierte Stichworte helfen, den roten Faden wiederzufinden. Könner überbrücken die peinliche Lage mit dem Angebot “Gibt es Fragen?”

Eine sehr angenehme Lampenfiebertherapie empfehlen britische Psychologen: Sex!
Nach den Ergebnissen einer Studie der Wissenschaftler schnellt der Blutdruck bei öffentlichen Auftritten weniger stark in die Höhe, wenn der Redner zuvor Geschlechtsverkehr hatte. Allerdings funktioniert diese Art der Beruhigung nur mit klassischem Sex inklusive Penetration. Selbstbefriedigung oder andere sexuelle Spielarten wirkten sich dagegen nicht positiv aus.
Vierzehn Tage lang sollten Brodys 24 weibliche und 22 männliche Studienteilnehmer genau aufschreiben, wann und wie oft sie Sex hatten. Dabei unterschied der Psychologe drei Arten von sexuellen Kontakten: Geschlechtsverkehr mit vaginaler Penetration, Masturbation und Petting, also die sexuelle Beschäftigung mit dem Partner ohne Penetration. Nach den zwei Wochen mussten die Probanden einen öffentlichen Auftritt absolvieren und eine Rede halten oder eine Mathematikaufgabe lösen.
Die Redner, die zuvor Geschlechtsverkehr gehabt hatten, fühlten sich von ihrem Auftritt am wenigsten unter Stress gesetzt, beobachtete Brody. Das spiegelte sich auch in den Blutdruckwerten der Probanden wider: Sie stiegen weniger stark an und kehrten auch schneller wieder auf ihr normales Niveau zurück als bei den anderen Gruppen. Am schlimmsten war das Lampenfieber dagegen bei den Rednern ausgeprägt, die in den zwei Wochen vor dem Auftritt gar keinen Sex gehabt hatten, so der Psychologe.
Um sicherzugehen, dass der Effekt tatsächlich auf die bevorzugten sexuellen Aktivitäten zurückzuführen war, berücksichtigte Brody bei seiner Auswertung auch andere Faktoren, darunter das psychologische Profil der Probanden, ihre Zufriedenheit in ihrer Partnerschaft und ihre Arbeitssituation. Das Ergebnis: Die sexuellen Gewohnheiten blieben die beste Erklärung für den beobachteten Unterschied. Brodys Ansicht lässt sich die beruhigende Wirkung jedoch nicht auf die kurzzeitige Entspannung nach einem Höhepunkt zurückführen, da sie bis zu eine Woche anhalten könne. Vielmehr vermutet er, dass die Freisetzung des Hormons Oxytocin eine Schlüsselrolle spielt – ein Botenstoff, der schon früher mit dem Wohlbefinden in einer Partnerschaft in Zusammenhang gebracht wurde.
Quelle: www.wissenschaft.de/wissen/news/261275.html
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