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Verhandeln, Vorstellungsgespräch, Vortrag oder Präsentation - Lampenfieber? Strategien, die helfen

Ob mit dem Chef verhandeln, Vorstellungsgespräch, Vortrag oder Präsentation - vor Lampenfieber ist kaum jemand gefeit. Lampenfieber ist die "Aufregung" oder "Angst" vor einem Ereignis, bei dem man vor anderen Menschen auftreten muss und völlig im Blickpunkt steht. Dabei spielt es meist keine Rolle, vor wie vielen Menschen man als Redner auftreten muss:
Rede im kleinen Familienkreis
Bewerbungsgespräch, Gehalt verhandeln
Fachvortrag/Referat
Fernseh- oder Bühnenauftritt
Betroffen sind fast alle: Schauspieler, Politiker, Musiker, Normalbürger... Das Adrenalin, das durch die Arterien schießt, hemmt den Redner.
Selbst wenn noch kein Wort gefallen ist, kann die Körpersprache schon negativ wirken.
Hier unsere Strategien, die schnell helfen.

„Das menschliche Gehirn ist eine grossartige Sache. Es funktioniert vom Augenblick der Geburt bis zu dem Zeitpunkt, wo Du aufstehst, um eine Rede zu halten.“

Mark Twain

Wenn die Hände zittern
Sie haben einen Termin beim Chef, wollen über mehr Gehalt verhandeln - und Ihre Hände zittern vor Aufregung? Tipp: Schreiben Sie Ihre Infos nicht auf leichte DIN A 4-Blätter, die könnten durch Ihr Zittern lautstark "flattern". Nutzen Sie besser kleinformatige Karteikarten. Bei Vorträgen, bei denen Sie einen Overheadprojektor benutzen, die Folien vom Rand aus auf den Bildschirm schieben. Tipp für Vorträge: Gestikulieren Sie mit Ihren Händen, das kaschiert die Nervosität.

Wenn die Stimme versagt
Sie haben viel Arbeit in Ihre Präsentation gesteckt, doch plötzlich klingt Ihre Stimme hauchdünn? Das zeugt von einer Menge Unsicherheit. Zwei Strategien helfen: Wenn Sie wissen, dass Ihre Stimme nicht zu den kräftigsten gehört, sollten Sie als häufiger Redner langfristig Stimm- und Atemübungen machen. Kurz vor einem Meeting suchen Sie am besten die Toilette auf, beugen Ihren Oberkörper nach vorn und intonieren Sie nacheinander die Vokabeln. So wird Ihre Stimme automatisch tiefer.

Die meisten der folgenden 20 Tipps gegen Lampenfieber können Sie sofort bei der nächsten Gelegenheit umsetzen.
1. Bereiten Sie sich optimal vor. Eine gründliche Vorbereitung hilft, Redeängste abzubauen.
2. Lernen Sie den Anfang und das Ende Ihrer Rede auswendig. So können sie brillant starten und einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn Sie abrupt enden müssen.
3. Wenn Sie die Möglichkeit haben, fahren Sie ein paar Tage vorher zu dem Ort hin, wo Sie reden oder präsentieren sollen. In vielen Tagungshotels können Sie diese Möglichkeit nutzen, falls die Räume nicht belegt sind. Seien Sie nett und freundlich zum Empfangspersonal! Ein Lächeln wirkt oft Wunder!
4. Vermeiden Sie unnötigen Zeitdruck! Planen Sie genügend Zeit für die Fahrt ein. Wenn Autofahren Sie stresst, benutzen Sie unbedingt öffentliche Verkehrsmittel!
5. Bewegen Sie sich! Machen Sie eventuell einen kleinen Spaziergang oder gehen Sie die Treppe hoch, statt den Aufzug zu benutzen. So bauen Sie dieses Maß an Adrenalin ab, das Sie hindert, während Ihrer Rede aufzublühen.
6. Nehmen Sie eine Vertrauensperson mit und setzen Sie sie in die ersten Reihen. Das ist ein Trick, der auch von Profi-Rednern und Politikern benutzt wird. Wenigstens eine(r) im Saal ist Ihnen freundlich gesinnt. Einige Verkäufer nehmen manchmal auch einen Kollegen oder ihren Verkaufsleiter zu ›schwierigen‹ Kunden mit.
7. Gehen Sie vor der Rede oder dem Verkaufsgespräch noch einmal zur Toilette.
8. Überprüfen Sie ein letztes mal Ihr Outfit im Spiegel.
9. Nutzen Sie Ihre Erregung positiv! Malen Sie sich Ihre erfolgreiche Rede/Ihr erfolgreiches Verkaufsgespräch in den schönsten Farben aus! Projizieren Sie sich in die Zukunft hinein und erleben Sie, wie die Zuhörer Ihnen voller Freude applaudieren/wie Ihr Kunde von Ihrer Rhetorik begeistert ist und… bei Ihnen abschließt. Man wird es in Ihrer Körpersprache positiv registrieren!
10. Sorgen Sie dafür, dass eine Flasche Wasser Ihnen während der Rede zur Verfügung steht. Wasser trinken ist bei vielen eine hundertprozentige Hilfe gegen das Wegbrechen der Stimme.
11. Gehen Sie langsam in den Raum hinein und zeigen Sie auf dem Weg zum Pult mittels Körpersprache Selbstbewusstsein.
12. Begrüßen Sie bekannte Personen!
13. Gute Redner suchen sich einen festen und sicheren Stand!
14. Sprechen Sie erst, wenn Sie einen festen Stand haben und Blickkontakt zu den Zuhörern genommen haben.
15. Atmen Sie ein letztes Mal tief durch!
16. Fangen Sie an, langsam und kraftvoll zu sprechen.
17. Gute Redner lassen den Funken der Begeisterung auf Ihr Publikum überspringen! Beginnen Sie Ihre Rhetorik mit einem Lacher. Wer es schafft, sein Publikum bzw. seinen Gesprächspartner zum Lachen zu bringen, hat halb gewonnen.
18. Wandeln Sie die aufgestaute Stress-Energie in eine kraftvolle Gestik um! Aber übertreiben Sie nicht, überzogene Körpersprache geht nach hinten los!
19. Sie können sich auf dem Podium oder der Bühne bewegen. Vielleicht können Sie auch durch die Reihen gehen und das Publikum einbeziehen. Im Verkaufsgespräch können Sie zum Beispiel den Kunden im Besprechungsraum fragen, ob Sie ihm etwas am Flipchart erklären dürfen. Sie visualisieren dann einen Zusammenhang und in dem Moment ahnt er nicht im geringsten, dass Sie von Lampenfieber geplagt sind.
20. Wenn Sie merken, dass Sie nicht mehr genügend Zeit haben, kürzen Sie unbedingt ab. Merken Sie sich eins: Sie sind der/die einzige, der/die weiss, was er/sie sagen wird. Viele vergessen es leider.

Quelle
Stéphane Etrillard,
Düsseldorf secs Management Institute
Telefon: +49 (0211) 7 57 07 40
Telefax: +49 (0211) 75 00 53
Web: www.etrillard.com
E-Mail: info@etrillard.com
Stéphane Etrillard ist ein innovativer Trainer der neuen Generation. Seine Schwerpunkte sind anspruchsvolle Vertriebsworkshops in verschiedensten Branchen, Business-Coach, offene Seminare im Bereich Rhetorik und Dialektik.



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